Pankratius, Servatius, Bonifatius
heilige Sophie_ kalte Sophie genannt
Eisheiligen
Den Gärtnern und Gartenliebhabern dürften
die Eisheiligen keine Fremden sein,
denn vor dem Ende der Eisheiligen
wird im Garten nichts gepflanzt.
Aber was hat es mit den Eisheiligen auf sich?
Die Eisheiligen werden auch oft die
drei Gestrengen Männer genannt und die Rede
ist von dem heiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius
und der heiligen Sophie,
die im Volksmund die kalte Sophie genannt wird.
Im norddeutschen Raum fügt
man noch den heiligen Mamaertus hinzu.
Wann sind die Eisheiligen?
An den Gedenktagen der Eisheiligen
zwischen dem 11. und 15. Mai findet die letzte
mögliche Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr statt.
Erfahrene Gärtner empfehlen daher und pflanzen selbst,
erst nach der Kalten Sophie,
Sommerpflanzen und empfindliche Sämereien ins Freiland.
Gärten, Äcker und Weingärten schützte
man früher auch durch Feuer,
um diese durch den Rauchnebel,
der sich über die Blüten und jungen Triebe legte,
vor Frost zu schützen.
Kann man sich auch heute noch nach den Eisheiligen
richten?
Neuere Wetterbeobachtungen zeigen,
dass ein letzter Temperatursturz häufig erst um den 20. Mai auftritt.
Die Lösung findet man im veränderten Kalendersystem,
das 1582 von Papst Gregor VIII reformiert wurde.
Vor der Kalenderreform lag der Tag der Kalten Sophie
auf dem heutigen 22. Mai, wurde aber auf den 15. Mai versetzt.
Meteorologen konnten die Richtigkeit dieses
Volksglaubens durch Beobachtungen beweisen.
Während der Eisheiligen kommt es zu einer
auffälligen Anhäufung von Temperaturrückfällen mit Frostgefahr.



