Die Malerin im Mai
Endlich ist es wieder Mai
kalte Tage sind vorbei
und im leichten Sommerrock,
unterm Arm den Zeichenblock,
läuft die Malerin zum See,
setzt sich dort im weichen Klee,
malt in voller Freude pur
sich ein Bild von der Natur.
Wiesen malt sie herrlich grün,
Blumen tupft sie, die drin blühn,
zeichnet einen hohen Baum
noch dazu am Wegessaum,
auch den warmen Sonnenschein
pinselt sie ins Bild hinein.
Alles was sie so entdeckt
wird auf das Papier gestreckt.
Plötzlich schwindet Tages Blau,
Abend färbt den Himmel grau
und die Frau kehrt flugs nach Haus
packt das Bild dort eifrig aus,
hängt es grade und galant
eingerahmt an eine Wand.
Das, denkt sie, ist nicht verkehrt,
dieses Bild wird Gold noch wert!



