Gedanken
An manchen Tagen denk ich mir wir leben alle in einem großen Adventurespiel.
Wie ein riesiges Uhrwerk mit unzähligen gleichen, aber
verschiedenfarbigen Komponenten, die ineinander verzahnt, sich um sich selber drehen.
Es ist schön anzusehen. Unendlich viele Farben die sich in der Drehung zu immer neuen Kombinationen verbinden.
Heiße Funken, wie der Schweif eines Kometen, prasseln über das Gesamtwerk.
Sprühnebel hüllt oft das Ganze in ein waberndes Grau.
Fällt ein Teil aus dreht sich ein anderes weiter.
Die Bewegung stoppt nie, egal wie die einzelnen Komponenten agieren.
Es ist eine immer gleichförmige Bewegung.
In diesem Uhrwerksadventure ist alles vorhanden.
Grosse Räder die sich für die Mächtigsten halten und doch nicht wirklich etwas verändern.
Kleine, ineinander verzahnte, Rädchen die sich selbst ein kleines Universum geschaffen haben.
Züngchen die sich in die Flanken der großen Räder krallen und meinen das ganze Spiel beeinflussen zu können.
Sehr viele kleine Räder die immer gleich bleibend sich dem stetigen Fluss der Zahnflanken beugen.
Winzige Klammern, die miteinander verbündet, es manchmal schaffen ein Teil des Ganzen zu blockieren
aber immer übersehen dass schon längst andere Räder die blockierte Funktion übernommen haben.
Ventile, die Öl versprühen und versuchen die Geschwindigkeit zu erhöhen.
Andere kleine Kammern versuchen durch Sand den Fluss zu verlangsamen.
Zahnrädchen die sich mit einer irrwitzigen Geschwindigkeit drehen und ihre Bewegung als Vorwärtsbewegung empfinden.
Andere wiederum stehen still und verharren in der Erwartung wieder in Gang gebracht zu werden.
Wir wechseln zeitbedingt unsere Formen, unsere Bewegungsabläufe in diesem Spiel, doch im Ganzen bleibt immer die gleichförmige Bewegung.
GEDANKEN
Die Wärme der Sonne auf meiner Haut spüren,
den sanften Wind im Wiegen der Blätter hören,
den offenen Blick über blühende Wiesen führen
-erfüllt mich mit Dankbarkeit.
Das Lachen meiner Enkel vernehmen,
ihre Anwesenheit Tag für Tag erleben,
sich dem Wunder der Entwicklung ergeben,
-erfüllt mich mit Dankbarkeit.
Ihre Stimme zu hören und den Überschwang,
das Tropfen des Regens auf dem Dach,
wir alle zusammen im Einklang
-erfüllt mich mit Dankbarkeit.
Die Freiheit der Berge, der Duft der Tannen,
das Rauschen der Bäche und Wälder,
das Zwitschern der Vögel in den Bäumen
-erfüllt mich mit Dankbarkeit.
Zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu schmecken,
gesunde Hände zu haben und gehen zu können,
so viel Wunderbares an allen Ecken
-erfüllt mich mit Dankbarkeit.
Geliebt zu haben, in Leidenschaft,
Abschied genommen haben von Menschen,
versehen zu sein mit all meiner Kraft
-erfüllt mich mit Dankbarkeit.
Manchmal vergisst man dankbar zu sein,
verliert sich in
Selbstverständlichkeit.
Besser, du bleibst dann allein,
wenn auch nur für kurze Zeit.
Gehst in dich,
machst dir bewusst
wie viel du doch hast.
So bist du bereit,
empfindest die Lust
-dankbar zu sein.



