
Die Nacht
Die Nacht ist die trügerischte Freundin des Menschen,
gauckelt Sie Ihm nicht eine wunderbare heile Welt vor.
All das Böse und Unschöne, all der Lärm verschwindet hinter Ihren tiefen Schleiern.
Der Mensch versucht zu vergessen und atmet durch, er tut es der Natur gleich. Er wird Teil Ihrer Stille.
Doch wie all das Schöne, hat auch Königin Nacht, Ihre dunklen Seiten.
Ihre Stille erweckt die Erinnerung des Menschen an seine Welt, an den Tag.
Er sehnt sich nach seiner Geliebten die in der Ferne weilt, weit weg und nur in den Gedanken zu erreichen.
Seine Gedanken beginnen ein Bild zu malen, Ihr Bild und wieder verfällt er in tiefe Einsamkeit mit Ihr im seinen Gedanken.
Er wandert durch die Nacht, Ihre klare reine Luft nach einem Regen, die leisen verborgenen Stimmen der Lebewesen der Nacht,
der Mond der seinen Weg erhellt, Ihm leuchtet und seinen Pfad bestimmt.
Doch verwirrt die Schönheit der Nacht nicht seine Sinne?
Ist nicht alles Trug?
Wie kann es Frieden und Schönheit geben ohne Sie?
Wie kann er mit sich im Frieden sein ohne sein Herz?
Wer wandert weiter und sucht Linderung in der Schönheit der Nacht.
Er lässt sich ein auf Ihren Betrug und versucht zu vergessen, bis er beginnt die Geliebte zu treffen in seinem Traum,
in Ihrem Traum.

Der Weg Deines Lebens
Finde Dein Ziel, genieße die guten Zeiten
und lerne aus der schlechten Zeit.
Es gibt keinen bestimmten Weg,
jeder muss seinen Eigenen finden.
Denn:
Einen Weg, den es nicht gibt,
kann man nicht gehen.
Verlierst Du Dein Ziel, so endest Du in einer Orientierungslosigkeit,
gefangen in den Wogen eines sinnlosen Strudels.
Suche einen neuen Sinn
und erinnere Dich an die vergangenen, schönen
Elemente des Lebens.
Halte Dich daran fest
und finde einen neuen Weg.
Wenn Du Deine Mitte findest, wirst Du stark wie ein Berg.
Dein Inneres birgt wieder neue Energie,
mit der Du bestehen kannst.
Teile sie mit anderen und Du erfährst Geborgenheit,
doch verteile nie zuviel,
sonst fängt der Berg an zu bröckeln.

Schlüssel des Lebens
Das Leben gleicht einem Strand,
an den der Ozean des Schicksals
unermüdlich neue Dinge
an deine Seele spült.
Es können neue Menschen sein,
denen du begegnest,
Worte und Weisheiten,
Erlebnisse,
Gedanken.
Wie Muscheln liegen sie
an deinem Strand.
Warten darauf
von dir gefunden zu werden.
Manche bleiben dort lange liegen,
andere werden von der nächsten Flut
zurückgezogen ins Meer,
waren nur kurze Besucher.
Nur wer sie aufsammelt
und ihre Schönheit,
ihre Wahrheit und Struktur
im hellen Licht betrachtet,
dem erzählen sie
ihrer Geschichte
von der Reise
durch das tiefe Meer.
Du musst sie nicht besitzen,
das gleicht einem
hoffnungslosen Kampf
gegen die Urgewalt des Meeres -
trage ihre Geschichten nur
tief in deinem Herzen.
Sie können der Schlüssel sein
für die Geheimnisse des Lebens,
für die Schatzkisten
an deinem Strand,
oder sind es selbst.
Habe also keine Angst
vor einer rauen,
stürmischen,
und bewegten See.
Sie wird dir mehr Muscheln
an den Strand spülen,
als ein ewig flaches Meer
bei Sonnenschein.
Genieße die sonnigen Stunden
bei Ebbe
und sei tapfer bei Sturm
und hohen Wellen.
Das Bild des Sandes
an deinem Strand
ist vergänglich
und jeden Tag neu.
Gezeichnet von den Menschen
und bereinigt von der Flut.
Besuche auch andere Strände,
an denen der Wind das Meer
aus einer anderen Richtung
an das Ufer treibt.
Vertraue auf dein Gefühl
welche Muschel dir gefällt.
Aber nimm dir auf jeden Fall die Zeit,
die Muscheln zu betrachten.
Halte sie in die Sonne
und schenk ihrem Rauschen dein Ohr.

Vergänglichkeit
Der Kieselstein erwartet nicht, dass er beachtet wird
auch nicht das Stück Holz das verwittert am Ufer strandet
Ein Blütenblatt verliert an Interesse
wenn es die Blüte nicht mehr gibt.
Gedanken erlauben, wie alles einst anfing,
für den Kiesel, das Stück Holz und auch das Blütenblatt.
Verstehen kann man das Leben nur rückwärts betrachtet
aber Leben heißt leben vorwärts gewandt.
Kind bleiben wollen heißt im Gestern stets leben
nicht erwachsen werden sich der Vergangenheit entzieh´n.
Glauben an sich heißt Gefahren trotzen
und verstehen was Kiesel, Holz und Blütenblatt zu erzählen uns haben.
Der Kiesel berichtet von vielen Geschwistern
die ungetrübt ihr nebeneinander begrüßen.
Wie sie sich freuen einander zu spüren
wie unterschiedlich sie sind und doch ohne Neid.
Das durchfurchte Stück Holz ist dankbar für Jahre
die es gab in besseren Zeiten.
Gern lässt es sich in den Wellen wiegen
zum träumen den süßen Traum der Vergänglichkeit.
Das Blütenblatt hat ihr Recht auf Ruhe erstritten
war lange genug zur Schönheit verdammt.
Findet jetzt Ruhe im guten Gewissen
das Erinnerungen bleiben die Hoffnung gleich sind.
Alles im Leben beginnt bevor es endet
lässt wachsen, gedeihen, ließ Kind uns einst sein
Vergänglichkeit begleitet uns durch Jahre der Jugend und Alter
lässt uns auch Kieselstein, Holz und Blütenblatt sein.

Der Duft der Rose und die Vergänglichkeit
Sieh sie dir an die stolze Rose
wie sie betört durch ihren Duft
fühle sie, die samt´gen Blütenblätter
bewundere ihre Farbe, die einmalig scheint.
Wie klein war einst ihr schwacher Wuchs
wie unscheinbar und unauffällig ihre Natur
Blatt für Blatt ließen Leben spüren
Dornen ihr halfen Schutz zu finden.
Ganz allmählich erste Knospen sprossen
bis endlich Blütenzauber sichtbar wurd
getragen von dem Sinn des Lebens
zu wachsen und dem Wunsch zu geben.
Die einst kleine Rose wuchs zum Stamme
mächtig stolz zeigt sie uns ihr Blütenmeer
sieht rechts und links die Schwestern wachsen
hat nicht vergessen wie klein sie selbst einst war.
Immer wieder, so der Kreislauf
kommen und gehen die Jahreszeiten
welke Blütenblätter verweht der Wind
ob Kind du bist oder reich an Jahren.
Es kommt die Zeit des Älterwerdens
Erinnerungen werden wichtiger als heute
vorbei ist die Angst der unerfüllten Träume
weil ein fester Platz das Leben füllt.
Der Duft der Rose bleibt noch lange
nachdem die Blüte längst verwelkt
Erinnerungen täuschen oft die Sinne
lassen glauben, das die Zeit stille hält.
Niemand kann festhalten, weil alles vergänglich ist. Wir können uns erinnern und uns vergangenes für Momente zurückholen.
Aber wir müssen lernen los zu lassen damit Erinnerungen sich nicht in Schmerzen wandeln.
Alles hat seinen Anfang aber auch sein Ende.
Und dazwischen liegt das woran Du Dich erinnern kannst.
Vielleicht an den Duft einer Rose, an ein Blütenblatt, das der Wind hat verweht.


Für alles im Leben gibt es eine Zeit
Wir brauchen Zeit zum träumen
Zeit um unsere Seele zu verwöhnen
Wir brauchen Zeit
Um Schicksalsschläge zu verarbeiten
Ruhephasen um Kräfte zu sammeln
Für alles im Leben gibt es eine Zeit
Zeit zum lachen
Zeit zum weinen
Zeit zum lieben
Zeit um zu verstehen
Zeit um neu zu vertrauen
Zeit damit alte Wunden heilen
Aber
Wir sollten unsere Zeit auch nicht verpassen
Denn dann kann es geschehen
Das die Zeit abgelaufen ist
Das es zu spät für uns ist


Herbstmorgen
Ein nebliger Schleier, gleich persischer Seide
Jener, aus der man das Totenkleid webt
Liegt über den Wäldern in taureiner Frühe
In denen die Stille der Ewigkeit lebt
Silberne Bänder glänzen auf Ästen
Perlen bedecken grauschwarzes Moos
Sumpfiger Boden, mit Nacht vollgesogen
Jeden Schall zu verschlucken, sein trauriges Los
Und plötzlich ein Rauschen in gräulichen Kronen
Kreisende Blicke, und Augen, die blitzen
Dumpfe Schritte erschüttern die Erde
Und Saatkrähen, die in den Baumwipfeln sitzen
Ein magerer Leib, verschwommene Schemen
Vom Nebel verschluckt, auf zittrigen Beinen
Die kalten Knie fallen auf samtweiche Flechten
Der Wind vernimmt ein leises Weinen
Ein leises Wimmern in der Tiefe des Waldes
Und lauwarme Tränen zerreisen die Stille
Zarter Geschmack von Modergeruch
Es brennt ein Gebet, es lodert der letzte Wille
Das Klagen wird lauter in der Schwärze der Schatten
Roter Regen begießt den nachtdunklen Grund
Der giftige Nebel erstickt bald das Weinen
Die Schreie aus dem verstummenden Mund
Die Vögel ziehn weiter, den Tod nicht beachtend
Und wieder hüllt Schweigen die Bäume nur ein
Im ewigen Herbste, von Sehnsucht bewuchert
Gleich Efeuranken auf altem Gestein


Am See der Träume
Der Wind der Zeit blies leise und sanft über den See der Träume
und überall standen ringsherum bizarr aussehende Bäume aus glitzerndem Bergkristall
im hellen Lichte einer strahlenden Sonne irgendwo
im unendlichen All.
Am Strand der Hoffnung wandelten Menschen entlang und hielten sich innig ganz fest an der Hand.
Leise flüsternde Sphärenmusik - Spiel der Planeten im Weltengeschehen.
Willst du am See der Träume auch einmal steh’n?
Im süßen Schlaf der Nacht nur kommst du dort hin,
denn erst dort in deinen Träumen erfährst du den wahren Sinn und von dem Geheimnis dann,
was der See der Träume für dich alles kann.
Komm mit in den hellen ewigen Tag,
ganz ohne Zeit und Raum,
nimm ein zartes Blatt von einem kristallenen Baum!
Trag es an den Strand der Hoffnung,
wirf es hinein in das Wasser des Lebens und du wirst sehen,
dass all deine Wünsche in Erfüllung gehen.
Hast du noch Zweifel und glaubst nicht daran,
dass der See der Träume für dich das alles kann?
Nun, lasse dich einfach fallen in jene geheimnisvollen Weltenräume,
die, wie der See der Träume, ganz nah bei dir sind,
mein allerliebstes Menschenkind.
Unser ganzes Leben ist ein Traum.
Die Träume unseres jetzigen Lebens sind die Welt, in der wir die Eindrücke, Gedanken und Gefühle eines früheren Lebens ausarbeiten.
Wie wir in unserem jetzigen Leben tausend Träume durchleben, so ist unser gegenwärtiges Leben nur eines von Tausenden solcher Leben,
die wir aus einem anderen, wirklicheren Leben betreten - in das wir nach dem Tode zurückkehren.
Unser Leben ist nur einer der Träume des wirklichen Lebens.


Erinnerungen sterben nie
Manche Erinnerungen sterben nie, die einen süßen Geschmack hinterlassen.
Aus weiter Ferne wirken sie wie Schatten, und aus der Tiefe steigen Nebelschwaden empor.
Ein starker Windstoß bringt all dieses hervor.
Erinnerungen, die in der Vergangenheit ruhen, manchmal leise so still.
Doch schauen sie aus der Vergangenheit vorbei, so erinnert man sich gerne an vielerlei.
Erinnerungen an etwas schönes, das geschah auch an die kurzen, angenehmen Momente.
Der Heiterkeit und Fröhlichkeit, die einen in solch trüben, schwarzen Tagen überm Wasser gehalten haben.
Geholfen hatten, die kühlen Tage zu beschreiten, sie zu überleben um nicht zu erfrieren.
Manche Erinnerung stirbt nie, die ein süßen Geschmack hinterlässt.
Dies sind die wahren Momente, in denen man wie neu geboren,
aus ihnen Kraft und Hoffnung schöpft für die Tage, die noch kommen mögen.
Man erinnert sich, dass man vieles erreichen kann.
Nur nicht aufgeben und nicht verzagen.

Menschen
Menschen kommen in dein Leben und gehen wieder.
Menschen geben Versprechen um sie dann wieder zu brechen.
Menschen berühren dein Herz und tun dir trotzdem weh.
Menschen werden dich begleiten und doch bist du allein.
Menschen kämpfen für die Liebe und ernten dann doch Leid.
Menschen wollen das Paradies und zerstören diese Welt.
Menschen lassen dir Flügel wachsen und dennoch stürzt du ab.
Menschen wollen den Frieden und führen immer wieder Kriege.
Menschen heben dich in den Himmel und du landest nur in der Hölle.
Menschen schenken dir Wärme und du fühlst nur diese Kälte.
Aber solange ein Mensch auf die Liebe, die Hoffnung schwört, noch fühlen
kann, ist das Leben lebenswert, denn die Hoffnung stirbt zuletzt,
was zählt ist hier und jetzt...



